Feuerwehr in Zeiten von Corona

Nach gut 4 Monaten Zwangspause, in denen nur noch die anfallenden Einsätze abgearbeitet wurden, sind wir langsam wieder zurück in einer Art Übungsbetrieb - allerdings bei Weitem nicht wie "früher".

Die härteste Einschränkung bleibt mehr oder weniger bestehen: Kameradschaftspflege findet aktuell nicht statt. Das bedeutet, dass wichtige Elemente einer freiwilligen Feuerwehr außer Kraft gesetzt sind, in unserem Fall bedeutet das z.B. die Absage eines traditionellen Grillfestes oder des bekannten Tag der offenen Türs. Auch darf nach der Übung, die aktuell nur in 2 Gruppen im wöchentlich wechselnden Rhythmus stattfindet, nur eine kurze Nachbesprechung auf der Terrasse unseres Gerätehauses durchgeführt werden. Dies alles mit dem Ziel, so wenig Kontakt wie möglich unter den Kameraden zu haben.

Oberstes Ziel: Außerdienststellung durch Infektionen vermeiden

Sämtliche Maßnahmen dienen einem Zweck: es soll sich kein Ehrenamtlicher bei einem anderen anstecken und somit im schlimmsten Fall die ganze Einheit in Quarantäne schicken - dies würde eine temporäre Außerdienststellung der Feuerwehr Neuhofen bedeuten. Daher üben wir in festen Gruppen und tragen dabei den üblichen Mund-Nase-Schutz. Im Einsatz gehen wir sogar noch weiter, um uns zu schützen. Hier werden Filtermasken eingesetzt und bei Kontakt mit Patienten sogar eine komplette Schutzausrüstung mit Brille und Handschuhen - zusätzlich natürlich zu der normalen Einsatzkleidung! Außerdem besetzen wir die Fahrzeuge nicht mehr voll - ein taktischer Nachteil, der aber in Kauf genommen werden muss. Die anderen Kameraden rücken dann mit anderen Fahrzeugen nach.

Zeitspanne unbekannt

Alle fragen sich natürlich, wie lange diese einschneidenden Maßnahmen noch durchgeführt werden müssen, denn uns fehlt die kameradschaftliche Normalität. Wir halten uns hier an die Empfehlungen auf Landesebene und die Wehrleiter der Feuerwehren im Rhein-Pfalz-Kreis stimmen sich auch grundsätzlich ab - allerdings werden wir damit wohl noch etwas leben müssen. Denn unser Auftrag ist klar: retten, löschen, bergen, schützen - auch in Zeiten von Corona.