Ausbildung der freiwilligen Feuerwehr

Um schnell und effektiv Hilfe leisten zu können, muss der moderne freiwillige Feuerwehrmann die Gerätschaften gut kennen und richtig einsetzen können. Da diese teilweise sehr speziell sind, ist oft eine zusätzliche Ausbildung, zumindest aber eine Einweisung notwendig.

Aber nicht nur die Gerätschaften müssen beherrscht werden – jedes Feuerwehrmitglied, das auf einem Fahrzeug ausrückt, hat eine gewisse taktische Rolle inne. Die zugehörigen Aufgaben müssen blind beherrscht werden, um im Einsatzfall effektiv und erfolgreich Gefahren von Mensch, Tier, Umwelt und Sachwerten abzuwehren zu können. Das bedingt eine grundlegende Ausbildung, die einheitlich geregelt ist. Die Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 gibt einen Überblick, wie umfangreich ein Feuerwehrmann ausgebildet werden kann. Hierbei gilt aber auch: nicht jeder kann alles machen. Zum Tragen von Atemschutzgeräten beispielsweise ist eine körperliche Eignung zwingend vorausgesetzt.

Unterschiedliche Stufen der Ausbildung

Die Ausbildung gliedert sich in wehrinterne Ausbildung, die Ausbildung auf Kreisebene sowie Lehrgänge an der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LFKS) des Landes Rheinland-Pfalz in Koblenz.

Auf Kreisebene werden angeboten:

  1. Truppmann Teil 1 („Grundausbildung“)
  2. Ausbildung Sprechfunker
  3. Ausbildung Atemschutzgeräteträger
  4. Ausbildung Maschinist Löschfahrzeuge
  5. Ausbildung Chemikalienschutzanzugträger
  6. Ausbildung Kettensäge
  7. Ausbildung Bootsführer
  8. Truppführer

Innerhalb der Wehr wird im Anschluß an den Truppmann Teil 1 in 80 Stunden über 2 Jahre hinweg, die selbstständige Wahrnehmung der Truppmann-Tätigkeiten gefestigt sowie wehrspezifische Gegebenheiten vermittelt. Sonder- bzw. weitergehende Führungslehrgänge werden an der LFKS angeboten. Hierzu zählen u.a.:

  1. Ausbildung Gruppenführer
  2. Ausbildung Zugführer
  3. Ausbildung Führer von Verbänden
  4. Ausbildung Leiter einer Feuerwehr
  5. Ausbildung Jugendfeuerwehrwart
  6. Ausbildung ABC-Einsatz
  7. verschiedene Gerätewart-Ausbildungen
  8. Ausbildung Kreisausbilder

Im Laufe eines „Feuerwehr-Lebens“ lernt ein Feuerwehrmann also nie aus. Der überwiegende Teil der Aus- und Weiterbildung (inkl. der Dienst-Abende) werden von den Angehörigen einer freiwilligen Feuerwehr in der Freizeit erledigt – ohne Gegenleistung.

Anmerkung:  Natürlich gibt es in einer Feuerwehr auch Frauen, die die Aufgaben übernehmen. Der besseren Lesbarkeit halber verzichten wir auf eine nach Geschlechtern getrennte Schreibweise, die männliche Form gilt für beide.